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Aktuelles Video über die Arbeit der Bundestagsstenografen

Verbandstag 2017 in Dresden

Der Verband der Parlaments- und Verhandlungsstenografen hat vom 20. bis 22. Oktober 2017 in Dresden seinen Verbandstag abgehalten. Mitglieder und zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland tauschten sich über das Berufsbild des Parlamentsstenografen/der Parlamentsstenografin und die Ausbildung in der Protokollierung parlamentarischer Beratungen aus.

Berlin, den 23. Oktober 2017. Der diesjährige Verbandstag des Verbandes der Parlaments- und Verhandlungsstenografen e. V. fand vom 20. bis. 22. Oktober im Sächsischen Landtag in Dresden statt. Der Direktor beim Landtag, Dr. Christopher Metz, begrüßte die Teilnehmenden, die aus dem In- und Ausland zu fachlichem Austausch und zur Wahl des Vorstandes zusammengekommen waren.

In den nächsten drei Jahren werden in den parlamentarischen Protokollierungsdiensten auf Bundes- und auf Landesebene voraussichtlich mehr als ein Dutzend Stellen neu zu besetzen sein. Da es kein institutionalisiertes Ausbildungsangebot gibt, findet die theoretische und praktische Ausbildung dezentral in den einzelnen Diensten statt. Diese Ausgangslage nahm der Verband zum Anlass, um zu diskutieren: Wie ist das Berufsbild des Parlamentsstenografen/der Parlamentsstenografin der Zukunft? Wie sieht ein modernes Curriculum aus? Wie werden im digitalen Zeitalter Neueinsteiger und Neueinsteigerinnen in diese anspruchsvolle Aufgabe eingeführt?

Am Nachmittag wurden alle bisherigen Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Dem Vorstand gehören an: Dr. Bärbel Heising (Vorsitzende), Dieter Ehrenberger (Stellvertretender Vorsit-zender, Waltraud Plickert (Schriftführerin), Dr. Detlef Peitz (Bibliothekar/Webmaster), Olaf Rörtgen (Schatzmeister), Christoph Weemeyer (Schriftleiter der Verbandszeitschrift), so-wie die Beisitzer Petra Dischinger, Ingrid Elminowski und Alfred Vogel.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung stellte das langjährige Mitglied Hans Treschwig in einem Referat grafische und sprachliche Vorschläge für eine Reform der Deutschen Einheitskurzschrift vor. Er nahm dabei Bezug auf linguistische Erkenntnisse und didaktische Erfahrungen seit Erlass der Wiener Urkunde von 1968.

Zum Abschluss der Veranstaltung tauschten sich die Leiterinnen und Leiter der Protokollierungsdienste über aktuelle Entwicklungen aus, und die übrigen Teilnehmenden diskutierten in Teams über ihre Ausbildungserfahrungen und über zukünftige Perspektiven.

Abgerundet wurde der Verbandstag mit dem Besuch der einzigartigen Stenografischen Sammlung in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB).

Informationen über den Verband:

Im Verband der Parlaments- und Verhandlungsstenografen sind fast alle bundesweit täti-gen professionellen Stenografinnen und Stenografen organisiert. Sein Ziel ist die Wahrung und Förderung der beruflichen Belange seiner knapp 200 Mitglieder und des Berufsstandes insgesamt. Arbeitsschwerpunkte sind die Durchführung wissenschaftlicher Fachtagungen, die Herausgabe der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift „Neue Stenografische Praxis“ sowie die Darstellung der Verbandstätigkeit auf der Webseite. Neben Fragen aus dem Be-reich der schriftlichen Dokumentation parlamentarischer Kommunikation werden vorwie-gend Themen aus dem Gebiet der Parlamentsgeschichte und der Parlamentspraxis sowie Aspekte der Parlamentsstenografie behandelt. Mitglied kann werden, wer die Berufsanfor-derungen als Parlamentsstenograf oder Verhandlungsstenograf erfüllt. Parlamentssteno-grafen sind in Parlamentsverwaltungen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene in der Sitzungsdokumentation tätig. Verhandlungsstenografen sind freiberuflich für Stenografi-sche Dienste sowie für zahlreiche Institutionen, Organisationen, Verbände, insbesondere Parteien und Gewerkschaften, Wirtschaftsunternehmen und Medien tätig.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Verband der Parlaments- und Verhandlungsstenografen

Postfach 08 07 43, 10007 Berlin

Vorsitzende: Dr. Bärbel Heising

E-Mail:

I-Net: www.parlamentsstenografen.de; www.verhandlungsstenografen.de

150. Todestag von Wilhelm Stolze

Einen unschätzbaren Beitrag zur Schaffung einer Kurzschrift, mit der Parlamentsdebatten aufgenommen werden konnten, hat Wilhem Stolze geleistet. Er war gleichsam der Urvater der Berliner Parlamentsstenografen, wie auch ein Brief Bismarcks an ihn zeigt. Zur Erinnerung an seinen Todestag mögen die Artikel von Rudolf Eggeling "Zum 100. Todestag Wilhelm Stolzes" aus dem Jahr 1967 und aus dem "Neuköllner Tageblatt" von 1917 dienen.